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Die Vision

Eisiger Wind pfiff über die grasbewachsenen Hügel von Lordaeron. Am Horizont kündigte die Sonne einen neuen Tag an, und tauchte den Himmel in die Farben der Gezeiten. Nur vereinzelte Wolken trauten sich an jenem Morgen, über den Himmel zu ziehen, als ahnten sie, welch Gefahr der Welt bevorstand.

Einzelne fliegende Insekten tanzten über den Gräsern, die im Wind zu einem unhörbaren Rhytmus wiegten. Ein Rabe stakste über die lose Erde, auf der Suche nach geeigneter Nahrung. Gelegentlich pickte er Würmer und Käfer auf und verschlang sie. Sein Krähen stimmte mit dem leisen Pfeifen des Windes ein und bildete ein einsames, unheilvolles Lied.

Doch plötzlich hielt der Rabe inne, horchte im Wind.

Trommeln.

Der Vogel wusste, was sie bedeuteten, doch er wartete.

Trommeln. Und sie wurden lauter.

Ein wehleidiges Krächzen vermischte sich mit dem Heulen des Morgenwindes. Ja. Der Rabe wusste, was sich dort näherte.

Donnerschläge. Die Erde begann zu zittern.

Mit eiligen Flügelschlägen erhob sich das schwarz gefiederte Tier in die Lüfte und beobachtete die Szene, die sich nun unter ihm abspielte:

Hunderte grüner, bulliger Kreaturen mit Waffen und Belagerungsmaschinen rasten über die Hügel und gröhlten jähzornige Schlachtrufe in einer fremden Sprache. Krieger in dicken Rüstungen und mit großen Äxten rannten, als seien die Peitschen ihrer Herren hinter ihnen her. Dazwischen bewegten sich gewaltige berittene Nashörner mit Kriegstrommeln. Angeführt wurden sie von einem großen Krieger in pechschwarzer Rüstung und einem Sturmhammer. Sein Gesicht war vom Kampfrausch gezeichnet, als würde er sich jeder Armee auch alleine stellen.

 

Das unheimliche Heer überquerte einen Hügel und rannte den Hang hinab. Auf der anderen Seite des Tals, auf einem Felsen, stand eine Gestalt in einer glänzenden Silberrüstung, und erhob ein mächtiges Schwert.  Sofort ergossen sich Hunderte von menschlichen Soldaten den Hang hinab und eilten mit Schlachtrufen der grünen Armee entgegen.

Unten im Tal prallten die Heere aufeinander wie Sturmfluten auf eine Klippe. Stahl krachte auf Stahl, Kampfrufe mischten sich mit Todesschreien Gefallener beider Seiten, und die Schlacht tobte in ihrer ganzen Grausamkeit.

 

Mitten in diesem Getümmel stand der Krieger in der schwarzen Rüstung blickte voller Ehrfurcht gen Himmel. Was er dort sah, entging auch den Soldaten nicht, und nach und nach endete die Schlacht...

Denn brennende Schatten stürzten zu Duzenden vom Himmel und brachten die Erde zum Beben. Es waren lodernde riesige Bestien, die sich auf alles stürzten, was nicht rechtzeitig die Flucht ergreifen konnte...

 

Die Herrschaft des Chaos war angebrochen... 

9.11.06 18:56
 


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